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Vorbereitung als Grundlage des Erfolgs
Am KLT ist der zweite Vorbereitungskurs für Internationale Ärztinnen und Ärzte zu Ende gegangen. Fünf Teilnehmende haben den Weg zur Approbation hierzulande gemeistert.

Ärzte, die aus dem Ausland stammen, müssen sich in Deutschland erst qualifizieren, um deutsche Qualitätsansprüche an die Medizinerausbildung zu erfüllen. Nun ist zweite Vorbereitungskurs für internationale Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten auf die Kenntnisprüfung, die den Weg zur Approbation öffnet, am Klinikum Landkreis Tuttlingen (KLT) zu Ende gegangen. Nachdem es im Vorjahr acht Teilnehmende waren, haben nun fünf weitere Medizinerinnen und Mediziner aus dem Ausland diese anspruchsvolle Qualifikationsmaßnahme abgeschlossen: Jargalmaa Enkhbaatar, Seka Ramic, Karyna Samoilenko, Iurii Katanov und Daniel Azuaje.
Auch dieses Quintett hat der frühere ärztliche Direktor des KLT, Dr. Michael Kotzerke im Zuge eines vom Klinikum Landkreis Tuttlingen (KLT) und der Freiburg International Academy (FIA) entworfenen innovativen Kursmodells zur Entwicklung internationaler Ärzte ans Ziel geführt. Dabei betreuten nicht nur Dozenten der FIA, sondern auch des Klinikums den Unterricht. Weil sämtliche Schulungen vor Ort stattgefunden haben, konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer voll darauf konzentrieren. Die kurzen Wege erwiesen sich als wichtiger Erfolgsfaktor, ebenso wie der Einsatz erfahrener Ärztinnen und Ärzte des Klinikums als Dozenten und die Finanzierung durch die Agentur für Arbeit.
Dass der Weg in den Arztberuf hierzulande dennoch kein Selbstläufer ist, betont Personaldirektor Oliver Butsch. Schließlich sind Sprach- und Wissensprüfung anspruchsvoll, und außerdem haben die Teilnehmenden während der gesamten Kursdauer tagtäglich im KLT gearbeitet, wo man sie als „Ärzte in Anerkennung“ voll in die ärztlichen Teams integriert hat. Wie Seka Ramic aus Bosnien, die mit dem Klinikum Landkreis Tuttlingen erste Kontakte bei einer Jobmesse in Split geknüpft hat und ihre Teilnahme am Vorbereitungskurs rückblickend sehr positiv bewertet: „Die gute Vorbereitung, die wir hatten, ist die Grundlage unseres Erfolges.“
Auf der anderen Seite, macht Dozentin und KLT-Ärztin Dr. Cornelia Seiterich-Stegmann deutlich, dass die Teilnehmenden bereits in ihren Heimatländern eine beachtliche Lebensleistung erbrachten, wo sie bereits als Ärzte und Fachärzte praktiziert haben. Wie etwa Daniel Azuaje, der bereits in Chile und in seinem Heimatland Venezuela als Arzt gearbeitet hat, oder auch Iurii Katanov, der zu Hause in Russland als Facharzt für Urologie wirkte. Für Dr. Seiterich-Stegmann steht deshalb fest: „Unsere internationalen Ärztinnen und Ärzte können Medizin!“ Dass sie dieses Können nun hierzulande anwenden, trägt zur Gesundheitsversorgung vor Ort bei.
Der Vorbereitungskurs in Zusammenarbeit mit der FIA ist, wie Personaldirektor Oliver Butsch betont, eine ebenso effiziente wie wirtschaftliche Methode, junge Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland schnell zu integrieren und auf diese Weise eine gute Patientenversorgung zu sichern. Dass vorerst kein dritter Kurs geplant ist, lässt sich auf die ausgesprochen gute Bewerberlage beim Klinikum zurückführen – das KLT, bei dem derzeit rund 230 internationale Mitarbeitende aus 55 Nationen beschäftigt sind, ist eine sehr gute Adresse. „Wir verzeichnen hier in unserem Haus derzeit keinen Personalmangel“, so Personaldirektor Butsch.
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