Klinik für Interdisziplinäre Schmerztherapie

Wie können wir Ihnen helfen?
Voraussetzungen für eine stationäre Multimodale Schmerztherapie:
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Chronischer Schmerz seit mindestens 3-6 Monaten
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Ambulant abgeschlossene Diagnostik
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Ambulante fortgeschrittene Therapie
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Ausreichende körperliche und emotionale Belastbarkeit
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Solide Kommunikationsfähigkeit der deutschen Sprache
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Medikamentefehlgebrauch/psychische Nebenerkrankung/körperlich schwerwiegende Nebenerkrankung
Eine multimodale Therapie kann nur stationär erfolgen. Ambulant ist die Mitbehandlung zu den überweisenden Kollegen möglich. Hier wird einerseits eine Einschätzung des Problemes und der Lösungswege angesprochen, je nach Möglichkeit die ambulante Therapieempfehlung mit Rezepten oder Verordnungen iniziiert.
Nein. Die Klinik für Interdisziplinäre Schmerztherapie behandelt nur Schmerzen, die schon längere Zeit bestehen (Chronische Schmerzen). Bei akuten Schmerzen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder in Notfällen an die Notaufnahme am Klinikum in Tuttlingen.
Wir sind ein spezialisierte Abteilung für chronischen Schmerz mit dem Schwerpunkt der stationären, multimodalen Therapie. Vor der Einweisung werden die Patienten alle im Rahmen der Ambulanzermächtigung für ein Vorgespräch gesehen. Auch eine ambulante, einmalige Vorstellung zur Erstellung einer Therapiestrategie ist möglich. Wir benötigen eine aktuelle Überweisung zur „speziellen Schmerztherapie“. Der Patient macht online einen Termin aus, lädt dazu die Überweisung in unserem Portal hoch, lädt den deutschen Schmerzfragebogen auf unserer Homepage kostenfrei herunter und DER PATIENT soll ihn dann selber und vollständig ausfüllen. Die medizinischen Unterlagen der letzten 5 Jahre und ein bundeseinheitlicher, aktueller Medikationsplan sind mitzubringen.
Voraussetzungen für eine stationäre Schmerztherapie:
- Verhandlungssichere Kommunikation mit dem Patienten in deutscher Sprache
- Ausreichende Belastungsfähigkeit für Dinge wie Nordic Walking und Gerätetraining
- Intensive (sinnvolle) ambulante Vorbehandlung
Dies alles wird im Rahmen der ambulanten Sprechstunde geprüft.
Sollte es sich um eine dringliche Vorstellung (z.b. V.a. CRPS) handeln, empfehlen wir zudem die telefonische Kontaktaufnahme mit unserem Sekretariat.
Wenn Sie in unseren Verteiler zur Einladung für die Schmerzkonferenz aufgenommen werden wollen (nur Fachpersonal) melden sie sich bitte in unserem Sekretariat 07461/97-72801.
Wenn Sie Interesse an einer Tätigkeit bei uns haben, ärztlich, pflegerisch, krankengymnastisch oder psychotherapeutisch, so freuen wir uns über eine Onlinebewerbung über unsere Personalabteilung. Dr. med. Frank Schuler hat die volle WB „spezielle Schmerztherapie“ (12 Monate).
Nachhaltige Schmerzmedizin
Die Klinik für Interdisziplinäre Schmerztherapie behandelt Patienten mit chronischen Schmerzen, bei denen die Diagnostik abgeschlossen ist, aber ambulante Therapien bisher keine Besserung erbracht haben.
Den Gedanken zur Gründung einer interventionellen Schmerztherapie entsprach anfänglich den Empfehlungen eines Gutachtens, das auf den Erhalt des damaligen Krankenhauses Spaichingen abzielte. Der Landkreis wollte dieser Empfehlung nachkommen und begab sich auf die Suche nach einem Leiter, der eine solche neue Abteilung gründen sollte. Nach intensiver Suche der Klinikleitung konnte Dr. Frank Schuler für diese Aufgabe gewonnen werden und gründete 2015 die Abteilung der „konservativen Orthopädie“.
Diese Abteilung startete mit einer Idee und viel Herzblut. Zunächst stand lediglich eine Vision einer nachhaltigen Schmerzreduzierung im Raum. Die traditionelle Schmerztherapie basierte seinerzeit überwiegend auf der Gabe starker Medikamente und ärztlichen Eingriffe. Dr. Schulers Vision jedoch war, dass die Therapie aktivierend sein sollte für Kopf und Körper: weg von der passiven Denkweise, bei der die Verantwortung allzu gerne abgegeben wird, und weg von starken Nebenwirkungen und Risiken.
Die niedergelassene Ärzteschaft und nicht zuletzt der Landkreis unterstützen nunmehr seit vielen Jahren unsere Abteilung. Viele niedergelassene Kollegen sind Dr. Schuler schon viele Jahre persönlich bekannt. Einschneidend war die Corona-Zeit. Hier unterstützte die Abteilung personell das Klinikum Landkreis Tuttlingen tatkräftig.
Die Abteilung wuchs und gedieh stetig. Infolge der Schließung des Krankenhauses Spaichingen zog sie nach Tuttlingen um. Die Aufnahme durch die Kollegen hier war herzlich. Der Name wurde geändert in „Interdisziplinäre Schmerztherapie“, um der Vielseitigkeit unserer Arbeit schon aufgrund des Namens gerecht zu werden.
Die politisch gewünschte Verzahnung der verschiedenen Versorgungsebenen ist bei uns gelebte Praxis. Wir verknüpfen die Möglichkeiten der Haus- und Fachärzte ambulant mit unseren stationären Optionen und haben auf verschiedenen Ebenen funktionelle Netzwerke aufgebaut.
Wir denken und arbeiten bio-psychosozial, d.h. wir beschränken uns nicht nur auf das Schmerzsymptom, sondern ordnen dies im individuellen Kontext ein.
Multimodale stationäre Schmerztherapie
Der Schwerpunkt der Klinik für Interdisziplinäre Schmerztherapie liegt in der intensiven, stationären Behandlung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen.

Voraussetzungen für eine stationäre Multimodale Schmerztherapie:
- Chronischer Schmerz seit mindestens 3-6 Monaten
- Ambulant abgeschlossene Diagnostik
- Ambulante fortgeschrittene Therapie
- Ausreichende körperliche und emotionale Belastbarkeit
- Solide Kommunikationsfähigkeit der deutschen Sprache
- Medikamentefehlgebrauch/psychische Nebenerkrankung/körperlich schwerwiegende Nebenerkrankung
Die Indikation zur Multimodalen Schmerztherapie werden im Vorfeld immer durch uns geprüft.
Individuelle Therapie
In unserem Team werden Sie ausschließlich von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten betreut.
Der Betreuungsschlüssel von Facharzt/Fachärztin zu Patient/Patientin ist bei uns sehr gut, - das heißt ein Facharzt / eine Fachärztin betreut bei uns nur wenige Patientinnen / Patienten. Eine solch hohe Behandlungsqualität und Betreuungsintensität ist unseres Erachtens für eine qualifizierte Schmerztherapie unerlässlich. Das stationäre Ärzteteam ist überwiegend hauptamtlich für die interdisziplinäre Schmerztherapie tätig. Wir betreiben die Schmerztherapie nicht nebenbei, es ist uns Hauptanliegen. Dies ist in unseren Augen für ein tieferes Verständnis der Therapie chronischer Schmerzen unabdingbar. Aufgrund der hohen Bedeutung der Kommunikation zwischen Patientinnen und Patienten und Arzt/Ärztin sind alle Mitarbeitenden des Teams deutschsprachig.

Behandlungsmöglichkeiten (nur stationär)
- Spezielle Pharmakotherapie
- Infiltrationstherapie
- Neuraltherapie
- Akupunktur
- TENS Therapie
- Radiale und fokussierte Stoßwellentherapie
- Psychotherapie
- Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
- Kinesiotape
- Aromatherapie
- Medizinische Trainingstherapie
- Physiotherapie mit verschiedenen Schwerpunkten
- Physikalische Medizin
- Ergotherapie
- Manuelle Therapie/Osteopathie
- Komplexe CRPS Therapie
- Nordic Walking
- Flossing
- Smovey®
- Faszientherapie
- Kniegelenks (Test-) Denervation n. Dellon
- Strukturiertes Gehtraining
Ablauf des Aufenthalts bei uns
Der Zeitraum der Behandlung erstreckt sich in der Regel über 14 Tage.

Im Rahmen der täglichen, morgendlichen Visite wird der tägliche Behandlungsplan tagesindividuell angepasst. Über den Tag verteilt, finden die Behandlungen statt.
Bei der Entlassung erhalten Sie einen Arztbericht für Ihren behandelnden Arzt sowie Ihre geänderte Medikation bis zum nächsten Werktag.
Ambulante Angebote
Wir haben die Möglichkeit der ambulant-begleitenden Mitbehandlung chronischer Schmerzen. Hierbei stehen wir dem Erstbehandler (Niedergelassener Arzt) beratend und begleitend zur Seite. Den Schmerzfragebogen für einen Termin finden Sie hier zum Ausdrucken, gerne beidseitig.
Eine Übernahme zur Langzeit- oder Dauertherapie ist nicht möglich! ! Das Behandlungsgespräch ist einmalig. Es werden langfristig sinnvolle Behandlungsempfehlungen gemeinsam gefunden.
Infiltrationswunsch: Sie wünschen von Dr. Schuler als Schmerztherapeuten eine Überweisung in die Radiologie zu erhalten?
- Ein Wirbelsäulenchirurg muss auf der Überweisung den spezifischen Infiltrationswunsch beschreiben, pauschale Aussagen wie „lumbal“ sind nicht ausreichend.
- Sie brauchen eine Überweisung zur „speziellen Schmerztherapie“ (mitbringen und vorlegen), den Schmerzfragebogen hier bitte herunterladen und ausfüllen (Link).
- Terminierung in unserem Sekretariat unter dem Stichwort „Infiltrationstermin“.
- Radiologische, orthopädische oder neurochirurgische Berichte zum Arzttermin mitbringen
Dies erfolgt im Rahmen der KV-Ermächtigungssprechstunde „Spezielle Schmerztherapie“ von Dr. Schuler.
Sie benötigen hierfür zuerst eine Überweisung vom Hausarzt oder behandelnden Facharzt an „Spezielle Schmerztherapie“ und müssen dann online einen Termin vereinbaren.
Behandlungen werden nur nach Terminierung durchgeführt. Dieses Angebot richtet sich an fortgeschritten behandelte Patienten.
Wir erfüllen die Qualitätssicherungsvoraussetzungen der KV BW für spezielle Schmerztherapie und sind als schmerztherapeutische Einrichtung zugelassen.
Die ambulanten Möglichkeiten eines Schmerztherapeuten sind von der KV explizit vorgegeben. An diese Richtlinien sind wir ebenso wie Ihre bisherigen Ärzte gebunden. Wir versuchen, die Möglichkeiten zu nutzen und miteinander zu verbinden.
Zwingende Voraussetzung ist vor der Behandlung das Ausfüllen eines umfangreichen Schmerzfragebogens (i.d.R. 30-45 Minuten Ausfülldauer).
Den Schmerzfragebogen finden Sie hier zum Ausdrucken, gerne beidseitig.
Bereitgestellt wird er von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.
Bitte bringen Sie zur Erstvorstellung den vollständig ausgefüllten Schmerzfragebogen und alle wichtigen Unterlagen (Facharztbericht, OP-Bericht, Krankenhausbericht, Rehaberichte, Radiologieberichte) in Kopie mit, und lassen Sie sich bitte einen aktuellen Medikamentenplan (BMP) von der Hausarztpraxis geben, um diesen einsehen zu können.
Sollten Sie mit der Fragestellung der CT-gesteuerten Überweisung vom Arzt überwiesen worden sein, sagen Sie dies bitte bei der Terminierung dazu.
Sieht ihr Hausarzt ohne Ambulanztermin, also mit einer Einweisung, die Notwendigkeit einer stationären Behandlung, so geben Sie dies bitte an. Unser Sekretariat macht dann einen frühzeigen Termin für ein Arztgespräch zur Prüfung der stationären Behandlungsbedürftigkeit und Erfüllen der Voraussetzungen zur Teilnahme. Im Gegensatz zu einem Sprechstundentermin findet keine Beratung statt, jedwede Therapieverordnung ist nicht möglich.
Chefarzt Dr. Schuler ist von der KV (das Verbindungsorgan zwischen gesetzlicher Krankenkasse und niedergelassenen Ärzten) für den Bereich der speziellen Schmerztherapie, überwiegend auf seinem Fachbereich der Orthopädie und Unfallchirurgie als ermächtigter Arzt zugelassen.
Für die KV arbeiten die niedergelassenen Ärzte. Bei besonderen Fähigkeiten dürfen unter besonderen Umständen auch Klinikärzte unter Einschränkungen an der Versorgung teilnehmen. Die Notwendigkeit wird alle 2 Jahre von der KV geprüft. Ermächtigte Ärzte haben im Vergleich zu niedergelassenen Ärzten weniger Rechte, aber auch weniger Pflichten. Sie unterliegen individuellen Begrenzungen seitens der KV. Im Wesentlichen geht es um:
- Eine ambulante Vorstellung ist nur mit Überweisung eines niedergelassenen Arztes möglich. Hier kann es noch Einschränkungen auf einzelne Berufsgruppen geben.
- Ein ermächtigter Arzt kann selber nur sehr eingeschränkt Überweisungen ausstellen, und diese dürfen nur an niedergelassene Ärzte gehen.
- Ein ermächtigter Arzt soll und kann nicht die Grundversorgung von Patienten übernehmen. Einerseits ist seine Haupttätigkeit in der Klinik, andererseits hat die KV die Aufgabe mit Hilfe der niedergelassenen Ärzte die ambulante, medizinische Versorgung zu gewährleisten. Sie sollen dem niedergelassenen Arzt im Bedarfsfall unterstützend zur Seite stehen.
Für den Patienten ist dies im Einzelfall natürlich schwer zu verstehen. Aber auf Nachfrage erläutern wir unsere Einschränkungen gerne.
Dr. Schuler ist ausschließlich Chefarzt für die interdisziplinäre Schmerztherapie. Diese Tätigkeit wird hauptamtlich durchgeführt. Dies sehen wir als notwendiges Mittel zum Erhalt einer hohen Behandlungsqualität. Die Sprechstundentätigkeit wird ausschließlich durch ihn persönlich durchgeführt.
Dr. Schuler ist seitens der KV zum Zweitmeinungsverfahren für die Kniegelenksendoprothetik, Schulterarthroskopie und Wirbelsäuleneingriffe zugelassen.
Dr. med. F. Schuler hat KEINE D- Arzt Ermächtigung, darf somit regulär BG Patienten nicht behandeln. Wenn die Einschätzung erwünscht wird, muss zum Zeitpunkt der Terminierung eine Kostenzusage der BG vorliegen. Die BG und der D- Arzt bekommen einen Bericht, die Therapieempfehlungen werden übermittelt, die eigentliche Verordnung findet über Ihren D-Arzt als Fallmanager statt. Sollte eine stationäre Schmerztherapie empfohlen werden, so muss dazu die Kostenübernahme der BG zur Terminierung vorliegen. Wenden Sie sich bei Unklarheiten an Ihren BG Betreuer. Die amb. Vorstellung findet i. d. R. einmalig statt
Betreuung fremdsprachiger Patienten
Eine Schmerztherapie bei nicht deutschsprachigen Patienten ist aufgrund der begrenzten Kommunikation mit den Therapeuten erschwert. Bei nichtausreichenden Deutschkenntnissen sollte zur Verständigung eine übersetzende Vertrauensperson mitgebracht werden. Eine Schmerztherapie ist dann nur eingeschränkt und nur ambulant möglich.
Akutschmerztherapie
Eine Akutschmerztherapie wird nicht von uns angeboten. Bei unerträglichen, akuten oder neu aufgetretenen Schmerzen stellen Sie sich bitte zuerst beim Hausarzt vor. Dieser wird Sie in die nötige Diagnostik- und Therapieschiene weisen. Außerhalb dessen Öffnungszeiten ist die Tel. Nr. 116117 deutschlandweit geschaltet.
- Spezielle Schmerztherapie
Kontakt
Klinik für interdisziplinäre Schmerztherapie
Sekretariat:
Gesamtleitung:
Linda Kille
Tel. 07461/97-72801
Fax: 07461/97-52801
E-Mail: schmerztherapie@klinikum-tut.de

Seit Oktober 2022 finden die ambulanten und stationären Behandlungen im Krankenhaus in Tuttlingen statt.




